12 Dinge, die Sie bei einem Relaunch beachten müssen

Ja, ich weiß – sonst sind es in solchen Listen immer 10 Dinge. Aber genau deshalb wird immer etwas übersehen ;) Hier nun also 12 Tipps, damit bei Ihrem nächsten Relaunch alles glatt läuft.


Zur Vorbereitung:

Diese Punkte sollten Sie angehen, bevor es mit dem eigentlichen Projekt los geht.
 

1. Erfassung des Status Quo

Warum möchten Sie eigentlich einen Relaunch? Was ist an der bisherigen Seite schlecht, was fehlt Ihnen daran? Ein Blick auf die Mitbewerber kann nichts schaden und auch branchenfremde Seiten, die Sie gut finden, bieten vielleicht eine Inspirationsquelle. Sammeln Sie alles, was Ihnen einfällt – Ihre Agentur wird sie später danach fragen.


2. Leistungsbeschreibung

Erstellen Sie für Ihre Agentur (aber auch für sich selbst) eine Auflistung aller Inhalte und der gewünschten Funktionen wie Formulare, Newsletter, Konfiguratoren, Datenbankanbindungen, etc. Erstellen Sie eine Sitemap, aus der die Anzahl der Hauptmenüpunkte und die Tiefe der Navigationsebene hervorgeht. Und machen Sie das am besten schon, BEVOR Sie sich ein Angebot einholen. Anhand dieser Punkte kann die Agentur viel besser abschätzen, wie hoch der Aufwand für die Umsetzung ist und Ihnen ein Angebot unterbreiten.


3. Workshops

Die einzelnen Punkte der Leistungsbeschreibung und die Positionen des Angebots sollten zwischen Ihnen und Ihrer Agentur in einem Workshop detailliert besprochen werden. Im Gespräch fällt oft auf, dass etwas vergessen wurde, und auch nicht jede Beschreibung wird von jedem Partner gleich verstanden. Ein ausführlicher Workshop verhindert Missverständnisse, führt zu einem konkreteren Lastenheft und schützt Sie vor Überraschungen in Form von Mehraufwand im Laufe des Projektes.


Während der Umsetzung:

Während das Design entwickelt wird und die Templates programmiert werden, gibt es auch für Sie etwas zu tun. Eine gute Agentur unterstützt Sie dabei bei jedem Schritt.


4. Keyword-Analyse

Nach welchen Begriffen suchen Ihre Kunden wirklich? Als Vorbereitung auf den nächsten Punkt, die Erstellung der Inhalte, sollten Sie als allererstes eine Keyword-Analyse machen lassen. Als Ergebnis bekommen Sie eine kleine Anzahl von Keywords, für die sich eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) besonders lohnt. Diese dienen dann als Grundlage für die Überarbeitung der Inhalte, das Schreiben der Headlines, aber auch für ganz profane Dinge wie die Alt-Texte und Titel der verwendeten Bilder, Grafiken und Videos.


5. Erstellung der Inhalte

Nur in den seltensten Fällen werden Inhalte der vorherigen Seite unverändert übernommen. Spätestens nach der Keyword-Analyse aus Punkt 4 sollte klar sein, dass man vieles überarbeiten oder sogar neu schreiben muss. Können Sie das selbst oder haben Sie überhaupt die Zeit dafür? Agenturen haben entweder eigene Mitarbeiter*innen dafür oder ein Partner-Netzwerk, aus dem Sie Ihnen Hilfe vermitteln können.

Gleiches gilt für Fotos. Wieder nur Stockfotos? Oder vielleicht doch mal ein Fotoshooting? Die Preise dafür sind geringer als Sie vielleicht denken und das Ergebnis sind individuelle Aufnahmen, die Sie bei niemand anderem finden. Und auch das Heraussuchen und Bearbeiten von Stockmaterial kostet Zeit und damit Geld.


6. Responsive Design

Natürlich programmiert man heutzutage Websites so, dass sie grundsätzlich responsive sind und sich an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpassen. Leider gibt es sehr viele davon und auch im Jahr 2021 zeigen noch nicht alle Browser dasselbe an, von iPads und iPhones ganz zu schweigen. Wichtig ist daher ein gründlicher Check der Programmierung in allen modernen Browsern sowie beispielhaften Tablets und Smartphones, besonders unter iOS. Dabei hilft ein externes Tool wie z. B. Browserstack. Und dieser Check sollte frühzeitig erfolgen, spätestens nach dem Einpflegen der Inhalte, und nicht erst kurz vor dem Live-Gang.


7. Rechtliche Fragen

Vergessen Sie nicht die rechtlichen Fragen, deren interne oder externe Klärung mit Juristen und Datenschutzbeauftragten oft Zeit benötigt: Was muss ins Impressum, wer schreibt die Datenschutzerklärung? Beim Cookie-Hinweis können Sie sich auf fertige Lösungen wie unseren Cookie-Navigator verlassen, der mit vorgefertigten Texten und vielen Funktionen keine Wünsche offenlässt.


Vor dem Live-Gang:

Die Website ist fertig programmiert, die Inhalte eingepflegt und die Seite kann online gehen. Nicht so schnell…


8. Domains einrichten

Wenn Sie einen eigenen Server oder ein virtuelles Hosting haben, sollten Sie sich rechtzeitig darum kümmern, was beim Live-Gang alles getan werden muss. Wer verwaltet die Domains? Wer besorgt die SSL-Zertifikate? Wichtig ist auch, dass eventuelle weitere Domains (sog. Co-Domains) per 301-Weiterleitung auf die Hauptdomain der Website zeigen, sonst gibt es Duplicate Content, der schlecht für die Suchmaschinenoptimierung ist.

Manche Agenturen bieten auch eigenes Hosting an. Über unsere Tochterfirma qwertiko GmbH können wir Ihnen zum Beispiel ein sicheres Hosting in Deutschland anbieten, bei dem Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten behalten. Alle Dienstleistungen rund um Domains, SSL und den Live-Gang übernehmen dann wir für Sie.


9. Redirects einrichten

Eine neue Website hat meistens auch eine neue URL-Struktur und die noch von Google indizierten URLs der alten Website zeigen ins Leere. Über die .htaccess-Datei, ein Plugin (z. B. bei WordPress) oder ähnliche Maßnahmen kann man für diese URLs Umleitungen (Redirects) zu passenden Seiten der neuen Website einrichten und so für einen reibungslosen Übergang ohne größere Verluste in der Platzierung bei Google sorgen. Auch nach dem Relaunch sollte man beobachten, ob es weitere 404-Errors gibt und die Redirects gegebenenfalls anpassen.


10. Performance prüfen

Bevor die neue Website live geht, sollten Sie außerdem mit geeigneten Tools checken, ob bei der Programmierung und auch beim Einpflegen der Inhalte durch Ihre Redakteure die Vorgaben eingehalten wurden. Die Google PageSpeed Insights oder das von uns favorisierte GTmetrix zeigen nicht nur Ergebnisse an, sondern geben auch Tipps für die weitere Optimierung. Immer wiederkehrende Fehler sind zu große Bilder, nicht optimierte Videos und ähnliches…

 

Nach dem Live-Gang:

Ihre neue Website ist nun online. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen.


11. Matomo als SaaS

Toll, dass Sie eine neue Website haben. Aber wer schaut die sich eigentlich an und vor allem was davon? Eine statistische Auswertung der Zugriffe gibt Ihnen nicht nur Antworten darauf, sondern auch Hinweise auf weitere Optimierungsmöglichkeiten. Wird zum Beispiel nach Inhalten gesucht, die Sie gar nicht haben? Welche Unterseiten werden am häufigsten aufgerufen? Interessiert sich vielleicht gar niemand für Ihr wichtigstes Produkt?

Eine gute Alternative zu Google Analytics ist dabei Matomo, das als selbst gehostete Open-Source-Lösung nicht nur datenschutzkonform ist, sondern auch automatisch immer aktuell gehalten wird. Es gibt übrigens auch bei Matomo einen Tag Manager wie bei Google Analytics. Damit kann man auch Ziele definieren und deren Erreichung überwachen. Und man kann Matomo sogar ganz ohne Cookies einsetzen!


12. Stundenkontingent

Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Website kann zum Beispiel über Stundenkontingente abgedeckt werden, die Sie zu einem Sonderpreis im Voraus kaufen und damit Planungssicherheit für Ihr Website-Budget haben. Falls sich im Laufe des Jahres herausstellen sollte, dass die vereinbarten Stunden nicht ausreichen, lässt sich das Kontingent jederzeit anpassen. Wenn Sie die monatlichen Stunden einmal nicht ausreizen, lassen sich die Zeiten auf den nächsten Monat übertragen.


Sie haben noch Fragen?

Rufen Sie uns an unter 0721 66 47 14-0 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an infonoSpam@navigate.de!

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