Einsatzmöglichkeiten von KI im Alltag von Unternehmen

Illustration eines orangefarbenen Oktopus aus Cartoon-Material, der an einem Laptop in einem Büro sitzt

Alle Welt redet von KI, doch nur wenige setzen sie für mehr als die Generierung von Text und Bild ein. Die Vielzahl an verschiedenen Modellen und Tools überfordert mitunter sogar die Profis. Was kann man denn nun konkret damit machen?

KI ist nicht nur ChatGPT

Zunächst einmal bedeutet KI nicht nur ChatGPT. Auch wenn es der bekannteste Anbieter ist und man viel damit machen kann, ist es weder immer das richtige Mittel der Wahl, noch muss KI eine eigenständige Anwendung sein. Viele altbekannte Programme haben inzwischen KI-Funktionen integriert, die uns das Leben leichter machen sollen. Das fängt bei Photoshop mit der Funktion „Generative Füllung“ an und hört bei Canva mit dem „Magic Studio“ nicht auf. Und auch in den alltäglichen Office-Programmen und in Windows selbst macht sich Microsofts Copilot immer mehr breit.  
Wer sich mit KI noch wenig auskennt, denkt oft zuerst an komplexe, eigenständige Aufgaben, die man mit KI erledigen könnte. Oft geht es jedoch eher um die gezielte Unterstützung bei kleinen, alltäglichen Aufgaben, bei denen KI tatsächlich helfen kann. 

Mehr als nur Stockphotos

 Wer oft Stockfotos benötigt, ob für Social Media oder Mockups, der kennt vielleicht Freepik. Dort gibt es schon seit einiger Zeit eine eigene KI-Suite namens Freepic Mystic, die von Bildgenerierung über Hintergründe entfernen und Bildskalierung bis hin zu Videos so ziemlich alles abdeckt. Die Preise sind dabei recht moderat und beginnen schon ab 60 € im Jahr, wenn die kostenlose Version nicht ausreicht. Wer die Adobe-Welt kennt, aber die Kosten für die komplette Cloud scheut, findet in Adobe Express und Adobe Firefly günstige und oft ausreichende Alternativen. 

Video und Sprache

Müssen Sie oft Anleitungsvideos oder kurze Clips für Social Media erstellen, bei denen jemand Text spricht? Synthesia war einer der ersten Anbieter dafür, wobei die Avatare oft etwas sehr amerikanisch aussehen und auf Deutsch auch so klingen. HeyGen schlägt in dieselbe Kerbe und setzt zum Überholen an. 

Alles auf einmal

Wer bei den vielen KI-Modellen nicht mehr durchblickt und nicht für jeden Anbieter einzelne Accounts erstellen oder gar Abos abschließen möchte, der findet bei poe.com alles auf einmal und kann sogar innerhalb einzelner Chats die Modelle wechseln. Dabei hat man ein recht großes kostenloses Kontingent an Token, die für alltägliche Aufgaben oft ausreichen. Für teurere Anfragen gibt es einen günstigen Einsteiger-Tarif für rund 60 € im Jahr. Im Gegensatz zu ChatGPT kann man hier außerdem schon mit einem kostenlosen Account individuelle Custom-GPTs (hier einfach „Bots“ genannt) erstellen, denen man Aufgaben, Tonalität, etc. vorgeben und auch Quelldateien hochladen kann. 

Die DSGVO lässt grüßen

Bei der Anwendung von KI im Unternehmen stellt sich auch immer die Frage nach dem Datenschutz. Die meisten Anbieter sitzen in den USA oder China und man sollte vorsichtig sein, welche Daten man ihnen übergibt. Dabei geht es nicht nur um Firmengeheimnisse, sondern im Zweifelsfall kann man auch einen DSGVO-Verstoß begehen, wenn man Kunden- oder Mitarbeiterdaten in Chats verwendet oder gar hochlädt. Mit dem Open-Source-Tool Ollama kann man lokale Chatbots auf dem eigenen Rechner oder im Firmennetzwerk einrichten. Die Software gibt es für Windows, macOS und Linux und sie kann mit praktisch jedem frei verfügbaren Text- oder Bildmodell verknüpft werden, ob kostenlos oder über einen kostenpflichtigen API-Key. Die Modelle findet man entweder in der Software selbst oder über Hugging Face.  

Sie haben noch Fragen zu KI?

Gerne beantworten wir sie Ihnen und schulen Ihre Mitarbeiter im Umgang mit KI im Rahmen unserer KI-Schulungen, zu denen Unternehmen seit 2025 nach der europäischen KI-Verordnung (KI-VO) verpflichtet sind. 

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