Stadt Rastatt (Badische Neueste Nachrichten)

Rastatt hat seinen Interetauftritt renoviert

Fließende Daten ersetzen Iaufende Bürger

Bürgerservice und Aktualität stehen im Vordergrund der 1600 neuen Seiten im Netz


Rastatt (mjr). Der Schlüssel zur medienwirksamen Inszenierung lag in der Hand des Oberbürgermeisters. Mit einem eleganten Klick auf die Fernbedienung setzte Klaus-Eckhard Walker gestern den Film zum neuen Internetauftritt der Stadt Rastatt in Bewegung.

Die alten Seiten zersprangen vor den Augen der Pressevertreter, aus dem griesigen Dickicht eines flackernden Bildschirms erstand zunächst ein Fernsehtestbild, danach erstrahlten die "Impulse aus Baden" im neuen Layout.

Es sei jetzt "die schönste Seite, mindestens von Deutschland", schwärmte der OB. Unter der Adresse "www.rastatt.de" könne man sich "Lust auf mehr Rastatt" holen. Mit diesem Anbegebot würde noch mehr Transparenz und Bürgernähe geschaffen, umschrieb Walker den Ansatz zum neuen Konzept.

Dieses Konzept ist, im Gegensatz zum bisherigen Internetauftritt, interaktiv gestaltet. Vor allem aber betreut jetzt mit Thorsten Ackermann ein städtischer Bediensteter die Internetseite - bisher lief dies über eine Fremdfirma, was nach Walkers Angaben zu Zeitverzögerungen und damit wenig Aktualität geführt habe.

Für Roland Löffler von der Entwicklerfirma "Navigate" ist die Umsetzung der derzeitigen Präsenz "ein erster Schritt". Zwar können die Bürger über das virtuelle Rathaus Formulare herunterladen, allerdings müssen diese - wenn sie ausgefüllt sind - ausgedruckt und zum Amt gebracht werden. Dies soll sich ändern, wenn es möglich ist, amtliche Angaben über das Internet hinreichend verschlüsselt und somit sicher zu verschicken. Dann nämlich können Bauanträge ebenso wie Passanträge am heimischen Computer gestellt werden. Löffler: "Die Daten sollen laufen, nicht die Bürger."

Die Ämter der Stadtverwaltung sind demnächst technisch dazu in der Lage, Inhalte direkt auf die Homepage einzustellen, erklärte Thorsten Ackermann. Das Kulturamt würde als erstes vernetzt, damit Veranstaltungstermine direkt den Weg ins Internet finden. Möglich wird dies mit einem so genannten Internetredaktions-
system, mit dem Informationen in bestehende Seiten eingetragen werden können.

Uber die Kosten des neuen Internetauftritts gab OB Walker gestern keine Auskunft. Der Gemeinderat hatte am 23. Juli eine Summe von 190 000 Mark für dieses Projekt beschlossen.

Rund um die Stadt Rastatt und ihre Verwaltung drehen sich die Themen, die auf insgesamt 1 600 Seiten -der alte Internetauftritt hatte gerade mal 250 Seiten - zusammengestellt wurden. Telefonnummern der Stadtverwaltung können nach Namen oder Sachgebiet gesucht werden, zu allen Veranstaltungshinweisen gibt
es eine Anfahrtskizze, alle Arzte sind aufgelistet, und Rastatts Geschichte wird anhand einer Skala als virtuelle Zeitreise aufgerollt. Touristen werden über Sehenswürdigkeiten informiert; im Hotel- und Gaststattenverzeichnis steht alles zum Schlummern und Schlemmen. Mit diesem Verzeichnis hat die Stadt übrigens eine erste Einnahmequelle im Internet erschlossen, denn ein Eintrag in dieser elektronischen Liste ist kostenpflichtig. Die Mitteilungen der Pressestelle einschließlich der Äußerungen des Oberbürgermeisters sind lückenlos abrufbar, ebenso die Vorlagen der öffentlichen Gemeinderatssitzungen. Wie OB Walker mitteilte, würden demnächst auch die Rastatter Parteien aufgenommen. Breiten
Raum nehmen außerdem Firmen und Verbände ein, in der "Jobbörse" werden offene Stellen ausgeschrieben.

Die Seite wird, so Walker, stetig weiter ausgebaut. In einem nächsten Schritt sollen alle Angebote auch in englischer und französischer Sprache abrufbar sein.

FINGER AUF DER MAUS: Oberbürgermeister Walker (links) startete gestern die neuen Internetseiten der Stadt. Thorsten Ackermann (Zweiter von rechts) wird die Homepage technisch betreuen.

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